MOTTO: Arbeit ist des Menschen erste Bestimmung (Goethe)

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CRIMMITSCHAUER AUF DIE SCHIPPE GENOMMEN ?

Wenigstens seit Mittwoch dem 5. Mai, früh, prangt auf der Westbergstraße, unweit Ecke Lindenstraße, also des Gymnasiums, das erste von mir erspähte Wahlplakat. Es ist vom örtlichen Verband der Partei, bei der man in Crimmitschau, lange vor den beiden "alternierenden" Vorsitzenden, zuerst an die Herren Zippel (Ex OB) und Döring (Fraktionsvorsitzender) denkt, gestaltet worden. Abgebildet sind das Haus Lindenstraße des Gymnasiums und das Sahnbad. Der Titel ist -ausgerechnet !-

BEWÄHRTES ERHALTEN

FÜR UNSERE ZUKUNFT

CDU Crimmitschau

Die Partei, die sich seit 1990, insbesondere jedoch in den letzten Jahren ihrer absoluten Mehrheit, derart an der Zukunft der Stadt Crimmitschau vergangen hat, so viel Bewährtes zerstörte, wirbt unter dem Motto "Bewährtes erhalten".

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Partei will dies wirklich -konservative Parteien wollen an sich bestehendes erhalten-, dann hatte sie die letzten Jahre die falschen Leute im Stadtrat und jetzt wieder an der Spitze ihrer Liste. Oder man will das Volk dreist veralbern. In beiden Fällen sollte das Plakat schnellstens wieder eingezogen werden.

Bewährt und gewissermaßen ein "Kronjuwel" der Stadt waren bis vor den letzten Wahlen die Stadtwerke. Aus Gründen, welche man am besten selbst von ihm erfragen sollte, begann Herr Döring die Stadtwerke schlechtzureden. Plötzlich, im Jahre 2000, behauptete er, diese hätten nur rote Zahlen geschrieben. Mit ihm als Mitglied des Aufsichtsrates ! Warum, hätte man fragen müssen, hat er das so lange mit angesehen ! Welche Verantwortung trug er dabei ?

Braucht man aber nicht. Es war nämlich eine dreiste Lüge. In der Stadtratssitzung vom 19.4.2001 mußte er sich öffentlich korrigieren: DIE STADTWERKE HÄTTEN KEINE ROTEN ZAHLEN GESCHRIEBEN.

Das veranlaßte ihn aber nicht, den Verkauf zu überdenken. Vielmehr kam er jetzt mit folgender Logik:

Er sei vor vier Wochen im Bundesland Hessen gewesen. Da habe er -hört, hört !- mit jemand (!!!) gesprochen, der ihm den Verkauf der Stadtwerke empfahl.

Das erklärt einiges, da weiß man Bescheid: Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Crimmitschauer Stadtrat, Klaus Döring, wird dann wohl bei Jürgen Schneider Rat geholt haben. In Hessen wohnt der Milliardenpleitier jedenfalls.

Ernsthaft: Es ist an der Zeit, nach dem Namen des "Experten" zu fragen. In den Wahlversammlungen wird es hoffentlich Gelegenheit dazu geben.

Der Glaubwürdigkeitsvorschuß des Herrn Klaus Döring ist aufgebraucht. Die Crimmitschauer sollten sein Verhalten und das Verhalten seiner Fraktion nicht vergessen. Gönnen Sie der Fraktion der CDU im Crimmitschauer Stadtrat fünf Jahre Pause !

Ob man an den Verkauf der Stadtwerke, den Abriß des seit 1808 bestehenden Schützenhauses, die Rückbenennung des Friedensparkes nach dem Kriegsherrn Bismarck, ... denkt: Die Crimmitschauer CDU hat bewährtes nicht erhalten und wird dies auch in Zukunft kaum tun. Warum sollten sich die gleichen Leute plötzlich ändern ? Der Wahlkampfslogan ist eine Veralberung der Crimmitschauer. Das sollten Sie nicht durch ihre Stimme gutheißen. Etwas Selbstachtung kann man Ihnen nicht verübeln.

Wie ist das nun mit dem Gymnasium ? Haben wir es der CDU-Führung in Crimmitschau zu verdanken, dass es noch existiert ? Brauchen wir also die Fertigkeiten derer Vertreter, das Gymnasium zu erhalten ?

Beides ist nicht der Fall, eher dass Gegenteil:

Der Kreistag hat am 13.6.2002 den Schulnetzplan beschlossen. Dabei war übersehen worden, dass nach damaliger wie heutiger Gesetzlage Mittelzentren (wie etwa Glauchau, Werdau, Crimmitschau) Gymnasien zustehen. Das kann schon einmal vorkommen. Es wurde ein "gemeinsames Gymnasium Werdau/Crimmitschau" in den Plan geschrieben. Solche Konstruktionen mit "zwei Häusern" verhindert aber regelmäßig das Kultusministerium, Crimmitschau hätte ohne Gymnasium dagestanden.

Zu diesem Plan hat die Stadt Crimmitschau zu allem Überfluß das "gemeindliche Einvernehmen" erteilt. Die CDU-geführte Stadt Crimmitschau hatte sich 2002 mit dem Verlust des Gymnasiums abgefunden ! Trotz gegenteiliger öffentlicher Beteuerungen.

Kann man solchen Leuten noch einmal auch nur ein Mandat überlassen ? Der Herr Zippel war, als damaliger CDU-OB und aktueller Kreisrat, der Abstimmung vom 13.6.2002 sogar fern geblieben !

Glücklicherweise konnte der Fehler bemerkt werden. Nicht von einem CDU-Kreisrat, auch keinem Kreisrat irgendeiner anderen Partei. Bemerkt hatte ich den Fehler. Bar jeder Funktion, gelang es mir, über verschiedene Kanäle den Fehler nahmhaft zu machen.

Ohne meinen Blick ins Gesetz, hätte Crimmitschau kein Gymnasium mehr !

Daraufhin hat der Kreistag noch 2002 in einem "Ergänzungsbeschluß zur Schulnetzplanung" den Bestand der Gymnasien in Werdau und Crimmitschau "langfristig als eigenständige Standorte" festgeschrieben, den Schulnetzplan mit der Gesetzeslage in Übereinstimmung gebracht.

Sie können nicht davon ausgehen, dass dies immer von außen möglich ist. Eine Reihe von Rechtsmitteln stehen z.B. nur Stadträten zu. Wenn Sie, an diesem einen Beispiel, erkannt haben, welche Dienste ich der Stadt Crimmitschau zu leisten bereit und in der Lage bin: IHRE DREI STIMMEN AM 13.6.2004 FÜR ROLF PINTHER (Spalte 2, Zeile 10 auf dem Wahlschein)

Vergeuden Sie Ihre Stimmen an keiner anderen Stelle. Ihre Stimmen sind nirgends besser eingesetzt: Spalte 2, Zeile 10 am 13.6.2004 oder (Briefwahl) früher ! Nur durch Ihre Stimmen geben Sie mir die Möglichkeit, mich effektiv für Crimmitschau einzusetzen. Die bisherigen Räte haben, mehr oder minder, versagt, ändern Sie die Besetzung !

Bisherige Stadträte haben die Spitzenplätze der Listen besetzt. Rollen Sie das Feld von hinten auf !

Crimmitschau besitzt viele gute Leute. Die haben sich wegen des bisherigen Elendes abgewandt, haben aufgegeben. Das ist falsch und bedauerlich. Sie können dies ändern. Machem Sie zur Stadtratswahl einen Anfang. Geben Sie mir Ihre drei Stimmen !

Näheres zum Erhalt des Gymnasiums erfahren ?


Am 19. April 2001 hat die Fraktion der CDU mit ihrer Mehrheit aus den Wahlen 1999 selbstherrlich den Verkauf (von 95 %) der Stadtwerke durchgesetzt. Auf die Meinung der überwiegenden Mehrheit der Crimmitschauer wurde dabei gepfiffen. Man dachte, 2004 ist das alles vergessen. Zeigen Sie, daß die Dame und die Herren Zippel, Döring, Theuring, ... sich diesbezüglich geschnitten haben. Zeigen Sie dieser Fraktion auf Ihrem Stimmzettel, dass sich Verrat an den Interessen Crimmitschaus nicht auszahlt. Geben Sie am 13.6. Ihre drei Stimmen Rolf Pinther: Spalte 2, Zeile 10 auf dem Wahlschein !

Der Stadtrat Hans-Jörg Laube bezeichnet übrigens den Stadtwerkeverkauf als die größte Niederlage für die Stadt Crimmitschau in der vergangenen Legislaturperiode.

Endlich: Die Bevölkerung hinters Licht zu führen, wurde schließlich dreist behauptet, man werde die Einnahmen aus dem Verkauf zinsbringend anlegen. Wegen der schlechten Ertragslage der Stadtwerke seien die Zinsen am Kapitalmarkt viel höher, als die Erträgnisse der Stadtwerke.

Nicht eben typische Unternehmer, die Geschäftsführer-dominierte Fraktion ! Früher hiesen solche Leute "Kouponabschneider". Nur daß es hier nicht viel abzuschneiden gibt.

Fragen Sie die CDU-Stadträte, wieviel vom Erlös noch übrig geblieben ist, welche Zinsen eingenommen werden und wie die Verzinsung der verbliebenen 5 % Anteil sich zu den Zinsen aus dem angelegten Verkaufserlösen verhält.

ALLES OLLE KAMELLEN ???

Mitnichten. Wie wollen Sie von einer Fraktion eine gute Arbeit erwarten, welche Sie seit 1990 ständig täuschte ? Geschichtslos wollen sie mit Allgemeinplätzen das Wahlvolk locken. Das darf nicht gelingen. Wer die bekannte Stange an Kapriolen auf dem Kerbholz hat, muß dazu stehen. Keine Entschuldigung, nur "lasst uns mal weiterwursteln", reicht nicht !

Wer kein Wort des Bedauerns zu seinen Fehlleistungen findet, ist auf keinen Fall in der Lage, Lehren zu ziehen, weit weniger, die Stadt zu regieren.


Frucht vom Baum der Erkenntnis endlich ausgereift !

Auf Seite 12 der hier verbreiteten "Freien Presse" Chemnitz vom 15.5. werden in einem mit "KG" gekennzeichneten Artikel der Öffentlichkeit Erkenntnisse präsentiert, die der langjährige PDS-Stadtrat Spiegelberg offenbar im Jahre 2004 endlich gewonnen hat. Er brauchte dazu den Beteiligungsbericht als Anregung. So lange hätten die Räte nicht schlafen dürfen:

Wohl erregt sich Herr Spiegelberg, dass die Stadt in der Verbandsversammlung "an den Gemeinderäten vorbei" allein durch den OB vertreten werde (§ 52 III Satz 1 SächsKomZG v. 19.8.1993). Allein, dies war nicht zwingend, der Stadtrat hätte halt eine andere Satzung fordern müssen (§ 52 III Satz 2). Aber auch wenn die Satzung des Wasser-/Abwasserverbandes Zwickau/Werdau nur den Bürgermeister als Vertreter der Gemeinde vorsehen, das Kind schon das erste Mal in den Brunnen gefallen sein sollte; mit der Schuldzuweisung allein an den OB macht er es sich und den anderen Stadträten zu leicht. Offenbar hat seit 1990 in Crimmitschau niemand begriffen, welche Verantwortung auf dem Stadtrat lastet. Herr Spiegelberg übersieht, daß die Verbandsmitglieder (hier die Stadt Crimmitschau) ihrem Vertreter Weisungen erteilen können. Das steht im Absatz 4 des erwähnten § 52 SächsKomZG, gleich unter dem kritisierten Absatz 3: Die Gemeinde, das meint (hier) den Stadtrat, er ist der legitime Vertreter der Stadt, Herr Spiegelberg !

Wir, die Bürger Crimmitschaus, haben uns darauf verlassen, daß Sie das Handeln des OB im Verbandsrat kontrollieren. Dazu haben wir den Stadtrat. Wenn Gefahr bestand, daß sich der OB im Verbandsrat nicht in einer verantwortbaren Weise verhielt, hätte der Stadtrat eingreifen und dem OB Weisungen erteilen können. Nach § 52 IV. Und müssen, nach dem Eid der Räte.

Wir sind nun enttäuscht. Keine Fraktion hat offenbar den OB nach seinem Treiben im Verbandsrat gefragt, geschweige denn der Stadtrat Weisungen erteilt. So ist es nicht redlich, jetzt auf den OB zu zeigen. Für ihn war die Teilnahmslosigkeit der Räte sehr bequem. Das hat er ausgenutzt. Bis heute haben die Stadträte, so mir bekannt, noch keinen Beschluß gefaßt, daß der OB sie von Einladungen des Wasser-/Abwasserverbandes zu informieren, gar über die Tagesordnung zu informieren habe. Wie wollen sie ihm dann Weisungen erteilen ?

Wenn Stadtrat Spiegelberg fragen läßt, ob der OB (fälschlich als Mitglied des Stadtrates bezeichnet) das ungenierte Schuldenmachen selbstherrlich mitmachen kann, denkt er offenbar vor allem an Herrn Zippel. Dem ist u.a. diese Eigenschaft, nach vielen Jahren des Gewähren lassens, vorgeworfen worden. Sicherheitshalber sei darauf verwiesen, dass hier kein Unterschied zu Holm Günther besteht. Eine seiner ersten Amtshandlungen war der -jetzt unter Verursachung erheblicher Kosten zurückgenommene- (vor dem Volk zunächst geheimgehaltene !) Beschluß zum "neuen Gebührenmodell". Unlängst hat der Verband, wieder ohne die Stadträte zu fragen, einen weiteren (dritten) Geschäftsführer für die Wasserwerke Zwickau genehmigt. Da werden wieder ennorme Kosten verursacht. Ohne daß die Stadträte sich ein Bild vom neuen Mann machen, die Erfolgsaussichten abschätzen konnten.

Man hat nicht gehört, Holm Günther habe dagegen gestimmt. Im Verursachen von Kosten ist Unser Mann offenbar nicht weit von seinem Vorgänger entfernt ("im Schuldenmachen geübt"). Die Konsequenzen der Beschlüsse bedenken, das erwarten wir von unserem OB.

Abermals: Es wird höchste Zeit, daß neue Gesichter in den Stadtrat einziehen. Dann wird hoffentlich wenigstens einer dabei sein, der seine Verantwortung begreift: Wählen Sie am 13.6. Rolf Pinther: Spalte 2, Zeile 10 der Wahlvorschläge.


Darüberhinaus: Auch über das Verhalten der Aufsichtsräte von Stadtwerken, Wohnungsgesellschaft, ... gab es Klagen der Opposition. Und die Erkenntnis, sie sei nicht in den Aufsichtsräten vertreten !

Dann wird in Crimmitschau § 98 SächsGemO, der eine § 42 II entsprechende Sitzverteilung fordert, verletzt. Die Opposition unternahm und unternimmt nichts, ihre Rechte wahrzunehmen. Was soll man davon halten ? Wird im, hoffentlich nicht eintretenden, Falle auch dort auftretender Schulden, die Stadtwerke sind zu 95 % mittels falsch besetztem Aufsichtsrat schon geschlachtet worden, Herr Spiegelberg erneut durch das Gesetz längst beantwortete Fragen in den Raum stellen ?


KOMPETENT UND ZUKUNFTSWEISEND

Ein Wahlplakat mit dieser Überschrift prangt seit heute, 15.5., auch unweit meiner Tür. Es wurde vom Stadtverband der CDU gezeichnet. Dort bezeichnet man sich also schlicht als kompetent. Wohl wegen der jahrzehntelangen Arbeit unter dem "rekordverdächtig" lange im Amt gestützen Herrn Zippel. Da konnte man lernen, was man noch nicht ganz so beherrschte.

Zippel wurde zwar später fast aller denkbarer Vergehen geziehen und für eigenes Versagen vor's Loch geschoben, aber: Wer denkt da heute noch daran ! Und daß Herr Zippel ohne die bisherige Fraktion nichts hätte anfangen können ?

Liebe Freunde von der Konkurrenz: Im Wahlkampf kann und muß man vielleicht manches überzeichnen. Mag sein. Aber nach diesen katastrophalen fünf Jahren so weiter machen wie bisher, ohne den kleinsten Schimmer an Selbstkritik ? Und mit den Leuten, welche mit dem Versagen in Zusammenhang gebracht werden ?

Ich glaube, das wird schief gehen. Mir erscheint der plakatierte Anspruch nach allem eher abstoßend. Ob Sie das noch mal überdenken ?


FÜR CRIMMITSCHAU (???)

... nennt sich in aller Bescheidenheit eine Wählervereinigung gut betuchter Crimmitschauer. Diese scheinen sich schlüssig, warum sie gewählt werden sollen: ... weil wir die bessere Mannschaft sind !

In einem ansprechend gestalteten Faltblatt sind die, sicher durchaus von allen Mitbewerbern geteilten, Wünsche in 8 Punkten notiert.

Wie das Notierte bewerkstelligt werden soll, findet sich im Schlußsatz: mit OB Holm Günther die Zukunft Crimmitschaus selbstbewusst gestalten !

Jetzt kommen einem die Programmpunkte doch gleich noch ein wenig bekannter vor !

Es geht also offenbar nicht in erster Linie um zu leistende eigene Arbeit. Wir verstecken uns hinter dem OB, geloben, mit diesem (durch dick und dünn) zu gehen. Holm Günther ist der Beste, wir richten uns bei Entscheidungen nach ihm. Wie die CDU-Fraktion zu Herrn Zippel, stehen wir künftig unerschütterlich zu Herrn Günther, der wird's schon richten.

Das ist zu kurz gedacht, wie am Beispiel des Herrn Zippel und der ihn stützenden Fraktion ersichtlich. Das geht schief. Der Stadtrat ist das Hauptorgan der Gemeinde, Vertreter ihrer Bürger ... . Kadavergehorsam oder gar paktieren mit dem Bürgermeister schadet der Stadt. Wird die Fraktion der Güntherianer zu stark, ist Gefahr FÜR CRIMMITSCHAU im Anzug ! Gebraucht wird eine kritische Distanz. Ich hoffe, daß die Crimmitschauer am 13.6.04 nicht vom bisherigen Extrem in ein anderes verfallen. Trotz schönster Luftballons, ...

Im Übrigen ist nach einem Dreivierteljahr OB Günther keine wesentliche Änderung in Crimmitschau sichtbar. Wo läuft etwas nicht mehr im alten Zippel'schen Stil ? Was ist aus den Wahlversprechen geworden ?

Besonders deutlich ist die Untätigkeit Holm Günthers an den Besetzungen der Aufsichtsräte usw. der städtischen Gesellschaften sichtbar. Die Opposition fehlt dort. Wenigstens seit 1994. Bei mehr als einem zu bestellenden Aufsichtsratsmitglied gilt nach § 98 II SächsGemO § 42 II entsprechend. Dort steht: Die Zusammensetzung der (beschließenden) Ausschüsse soll der Mandatsverteilung im Stadtrat entsprechen.

Bei den Ausschüssen ist dies offenbar selbstverständlich. Was wäre dies für eine Demokratie, wenn die Mehrheit sich nur aus ihren Vertretern bestehende Ausschüsse schaffen könnte ! Bei den, nach obigem entspechend zu besetzenden, Aufsichtsräten usw. ist diese Bestimmung der Sächsischen Gemeindeordnung Herrn Holm Günther egal. Bei den Wahlversprechen vergleiche jeder den damaligen Anspruch mit den bislang sichtbaren Ergebnissen.

Besonders traurig ist die Untätigkeit Holm Günthers bezüglich des Gymnasiums. Die Stadt ist hier Schulträger. Etwa beruft der Minister den Direktor im Einvernehmen mit dem Schulträger. Wenn der derzeitige Direktor den Schwung verloren hat, einige seiner Lehrer ihren Aufgaben nicht gewachsen sind, schadet das dem Erhalt des Hauses. Dann muß der Schulträger handeln, nicht nur, wenn eine Glühbirne im Gebäude auszuwechseln ist. Könnte es sein, daß hier jemand befangen ist ? Dann muß der Stadtrat tätig werden. Ich verspreche, im Falle meiner Wahl Anregungen in dieser Richtung zu geben. Die Zahl der Anmeldungen hängt auch vom Ruf des Hauses ab, diesbezüglich darf die Stadt nichts schleifen lassen.

Die Ausbildung der künftigen Generation ist darüberhinaus zu wichtig, sich hier mit "Amtsbetrieb" zu begnügen.

Passend zum Thema der Artikel zu den Ausgaberesten des Crimmitschauer Haushaltes auf Seite 10 der hier verbreiteteten Lokalzeitung "Freie Presse". Knapp 1,7 Mill. Euro Eigenmittel für die (seit Jahren) geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Glauchauer Landstraße im Bereich des Waldsachsener Weges seien "bis zum Jahresende noch nicht abgerufen" worden. Diese sind zwar nicht verloren, nur: Wir brauchen weitere Ansiedlungen nicht in 100 Jahren, sondern jetzt. Dazu müssen die entsprechenden Flächen erschlossen werden. Jetzt finden Jahr für Jahr die meisten Jugendlichen in der Heimat weder eine Lehrstelle, noch einen Arbeitsplatz. Wenn sich in den letzten Jahren in angeblichen Erfolgen gesonnt wurde, wäre es seit seinem Amtsantritt an Holm Günther gewesen, hier keine Verzögerungen zuzulassen. So die nun bei den Güntherianern als Punkt 2 mit "die Eröffnung von Zukunftschancen" formulierte Parole ernst gemeint gewesen sein soll.

Jedenfalls müssen wir feststellen, daß die für 2003 geplante Erweiterung eine Ente war, auch bei neuem OB. Der Stadtrat muß sich aktiv einschalten, allein mit Holm Günther sitzen wir weiter auf verlorenem Posten. Dem OB hinterhertraben, ist kein Motto, welches uns helfen könnte.

Zusammenfassend haben die Fehler der Vergangenheit in Crimmitschau gezeigt, daß die Kontrolle des OB und seiner Verwaltung fast die wichtigste Aufgabe des Stadtrates sein muß. Der unkritische Umgang der Wählervereinigung mit der Vergangenheit und dem derzeitigen OB ist kein Hoffnung gebendes Zeichen.

Ich wiederhole mich: Wählen Sie am 13.6. Rolf Pinther, Spalte 2, Nr. 10 Ihres Stimmzettels, in den Stadtrat. Bei mir sind Konstruktivität, wie strenge Kontrolle und gegebenenfalls Kritik, gesichert. Blinde Gefolgschaft schadet der Stadt, wir haben an den Folgen (leider) noch lange zu knaubeln. Wir brauchen dies alles nicht noch einmal.


Gemeindliches Einvernehmen aufkündigen !

Zahlenakrobatik wird in einem Artikel von Klaus Gärtner in der "Freien Presse" vom 26.5.2004 getrieben. Leider ist der Autor, für Akrobaten eigentlich ein Muß (jedenfalls doch besser) nicht schwindelfrei.

Die von Reichenbach bis zur A4 führende S 289 des LEP vom 31.12.2003 ("Westtrasse", im Unterschied etwa zur "Mitteltrasse" zwischen Pleisse und Mulde) hat im Crimmitschauer Teilstück den Namen "Nordverbinder", das in Neukirchen in Höhe des Döbitzbaches Pleisse und Bahnstrecke querende Teilstück den Namen "Querverbinder" erhalten. Aus den verschiedenen Bezeichnungen folgert der Autor auf zwei Straßen. Ist aber alles die S 289.

Die verbindet also A 72 und A4, umgeht Reichenach (im Bau), Neumark (fertig) und Crimmitschau (im Bau) jeweils östlich. Wegen der Hauptwindrichtung West ist das in Ordnung. Nicht umsonst haben die Fabrikanten Crimmitschaus bereits vor über 100 Jahren ihre Villen in den Westtseil der Stadt verlegt. In Werdau ist man etwas eigen, dort wird westlich und in Höhe der tiefsten Täler umgangen.

Mit der S 289, die knapp 1 km vom jetzigen Ende Breitscheidstraße bis zur A4 sollten kein unüberwindliches Problem darstellen, ist alles erledigt.

Nicht so für den LEP. Der kennt noch die S 61, eine Art Bypass vom Querverbinder westlich um Crimmitschau bis zur AS Schmöln der A4 ("Westumfahrung"). Mit diesem soll die noch offene 4. (westliche) Seite von Crimmitschau, wo sich die Wohngebiete befinden, in den Genuss von Straßenlärm und -abgasen gebracht werden. Dazu würden die Verkehrsströme "geteilt". Welch ein Unsinn.

Obwohl die S 61 eine Angelegenheit des Landes ist, hat sich der Stadtrat einstens, als von Nord- und Querverbinder noch keine Rede war, wohl für das Projekt ausgesprochen. Die Form, in der dies geschah, konnte bis zum 1.6.4 nicht geklärt werden.

Jedenfalls sollte sich der künftige Stadtrat, nachdem unter dem OB Holm Günther (wie man liest) das gemeindliche Einvernehmen eine große Rolle spielt, diesem Unsinnsprojekt einer "Teilung der Verkehrsströme" vehement widersetzen. Und der Umweltbelastung. Zugunsten der Atemluft der Crimmitschauer. Und der Ruhe wenigstens im Westen der Stadt.

Soweit ich in den Stadtrat gewählt werde (da sind Sie gefragt), werde ich jedenfalls versuchen, das Thema S 61 auf die Tagesordnung zu bringen. Und die Kollegen wenigstens vom Sinn einer Verschiebung und Neuprüfung des Projektes nach Fertigstellung und Erprobung der S 289 zu überzeugen. Dann kann auch das, eigentlich zuständige, Land Sachsen sich unseren Argumenten kaum verschließen. Die, jetzt genannten, 20,6 Mill Euro sind an jeder anderen Stelle sinnvoller ausgegeben. Geben Sie mir die Chance, im Stadtrat etwas gegen dieses Unsinnsprojekt zu unternehmen.

Die am 1.6.4 in einer von zwei Bürgern besuchten Versammlung der gelben Partei von deren aktuellen Stadträten unisono und monoton abgegebene Erklärung, das Projekt wäre zu weit fortgeschritten und könne nicht mehr gestoppt werden, zeigt deren mangelnde Politikfähigkeit exemplarisch. Stimmen für diese Truppe, sind verschleudert. So lange noch kein Fingerhut Erde bewegt, die eingeschätzten 20,6 Mill. Euro nicht ausgegeben, sind, lohnt es sich jedenfalls, gegen den Unsinn anzugehen. Vernünftige Schritte nur zu gehen, wenn sie uns auch garantiert Applaus versprechen, ansonsten auf den Verstand zu pfeifen, ist der Gelben würdig.


Wird fortgesetzt, schauen Sie bald wieder mal rein !