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Landesschiedskommission der SPD weist Berufung gegen die Entscheidung der SK des SPD-UB Zwickau v. 9.5.2007 mit Beschluß vom 5.5.2008 endgültig zurück.

Dem Antragsgegner -Rolf Pinther- werden die notwendigen Auslagen erstattet.

Unter dem 09.6.2006 hatte der Vorstand des damaligen UB Aue/Zwickau, federführend vertreten durch dessen Vorsitzenden Genossen MdB Andreas Weigel und den damaligen Vorsitzenden des OV Crimmitschau/Neukirchen Genossen Claus Favreau, ein POV gegen Rolf Pinther beantragt. Rolf Pinther sollten nach diesem Antrag alle Rechte aus seiner Mitgliedschaft für die Dauer von drei Jahren ruhend gestellt werden.

Die Schiedskommission des damaligen Unterbezirkes Aue/Zwickau der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hatte mit Beschluß vom 9.5.2007 festgestellt, dass sich Rolf Pinther eines Verstoßes gegen die Parteiordnung nicht schuldig gemacht hat und das Verfahren eingestellt.

Die daraufhin von den Antragstellern/Berufungsführern gegen die Einstellung eingelegte Berufung zur Landesschiedskommission wurde mit deren Beschluß vom 05.5.2008 zurückgewiesen.

Eine Berufung zur Bundesschiedskommission gegen die Berufungsentscheidung der LSK ist unzulässig(vgl. § 26 II Satz 2 der Schiedsordnung der SPD). Die Entscheidung ist endgültig.

Damit ist der infame, leider ohne nähere Prüfung des Wahrheitsgehaltes durch die Mitglieder des Vorstandes des damaligen UB Aue/Zwickau erst möglich gewordene, Versuch der Herren Weigel und Favreau gescheitert, ein Mitglied durch völlig erfundene und verdrehte Beschuldigungen zu diskreditieren.

Das Beispiel bestätigt den Sinn der statutengemäßen Einrichtung unabhängiger Schiedskommissionen. Insbesondere den hier beteiligten Schiedskommissionen des damaligen UB Aue/Zwickau und der Landesschiedskommission Sachsens kann jedes Parteimitglied unbedingt vertrauen.

Leider hat es bislang noch keiner der Herren Weigel und Favrau, noch der weiteren damaligen Mitglieder des UB-Vorstandes, für angeraten angesehen, sich bei mir für die wahrheitswidrigen Anschuldigungen zu entschuldigen. Geschweige denn, diese öffentlich zu korrigieren.

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Der folgende (letzte) Vorstand des OV soll zurückgetreten sein. Eddy Arnold ist inzwischen zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Die Wahl eines kompletten neuen Vorstandes steht derzeit(11.8.2008) noch aus.

VORSTAND DES ORTSVEREINES CRIMMITSCHAU/NEUKIRCHEN DER SPD

Claus Favreau, Fachlehrer, Gärtnermeister, Staatl. gepr. Wirtschafter f. Gartenbau, VORSITZENDER

Jürgen Opolka, Maurer, stv. VORSITZENDER

Christine Hoffmann, Bankkauffrau

Hans-Jörg Laube, Dipl.-Ing. (FH) für Chemieanlagen

Rolf Pinther, Rinderzüchter, Dipl.-Mathematiker Eine Mail schicken !

Postsendungen an den SPD-Ortsverein Crimmitschau/Neukirchen senden Sie bitte per Adresse Westbergstraße 96 B, 08451 Crimmitschau, an den Vorsitzenden. Der Vorsitzende ist fernmündlich über den Anschluß (03762) 467 09 zu erreichen.

Sie haben noch nicht den Weg zur SPD gefunden ? "Die" machen doch sowieso, was sie wollen ? Nicht, wenn Wir gemeinsam Einfluß nehmen ! Setzen wir den von Bebel und Motteler u.a in Crimmitschau begonnen Weg fort.

MITMISCHEN !!!


GILT IMMER: Neueinsteiger stets willkommen !


Achtung: Termine für Mitgliederversammlungen vormerken, möglichst freihalten:

Aktuell ist kein Termin festgelegt.

Beginn jeweils 18:30 oder 19:00 Uhr, Tagungslokale werden noch festgelegt.

Weitere Termine bei aktuellen Anlässen. Schauen Sie öfter mal rein !


Bewerber aus Crimmitschau zur Kreistagswahl am 13.6.2004 stehen fest !

In einer vom Unterbezirk Aue/Zwickau am 6.März 2003 in der Festscheune Thurm veranstalteten Wahlversammlung, stimmberechtigt waren alle SPD-Mitglieder der Städte und Gemeinden des Kreises Zwickauer Land, wurden die Bewerber für einen Sitz im Kreistag des Kreises Zwickauer Land gewählt. Der Landkreis ist zu den Wahlen zur Sicherung der möglichst anteiligen Vertretung aller seiner Teile in 10 Wahlkreise eingeteilt worden.

Für uns maßgebend sind die Wahlkreise 3 "Crimmitschau-Süd plus Neukirchen" und 4 "Crimmitschau-Nord plus Dennheritz".

Hier die Bewerber in der Reihung auf dem Stimmzettel:

WK 3: Claus Favreau*30.10.1942, Bernd Baumkötter*27.12.1941, Hans-Jörg Laube*21.9.1943, Annett Knauer*29.6.1966, Richard Martin*25.10.1939.

WK 4: Bernd Voigt*8.8.1940, Josef Hoffmann*16.7.1939, Jürgen Opolka*17.11.1949, Christine Hoffmann*28.8.1939, Boris Balzer*1.5.1940.

Im Wahlkreis 5 (Fraureuth/Lichtentanne) treten aus dem SPD-Ortsverein die Genossen Eddy Arnold*4.11.1983 und Ralf Tippmann*... an. Mithin kandidieren Crimmitschauer SPD-Genossen auch außerhalb des Stadtgebietes. Unser Ortsverein stellt damit über ein Drittel der SPD-Bewerber im Kreis Zwickauer Land, was uns mit besonderem Stolz erfüllt.

Bei Herrn Gerhard Schultes*14.12.1951 aus dem Ortsverein Mülsen handelt es sich um einen weiteren Einwohner der Stadt Crimmitschau, welcher -im Wahlkreis 10/Hartenstein- für den Kreistag nominiert wurde !

Bitte gehen Sie unbedingt zur Wahl. Geben Sie Ihre Stimme dem/r Bewerber/in Ihrer Wahl !


Eine künstliche, eine gemachte Autorität kennen wir nicht.

Aus der über hundertjährigen Tradition der heutigen SPD sollen hier, künftig auf einer Sonderseite, Klassiker der Partei zu wichtigen Fragen zitiert werden. Das Verhalten des derzeitigen Vorsitzenden auf dem Parteitag in Bochum soll Anlaß zum ersten Zitat sein. Zitiert wird August Bebel, der eigentliche Begründer der Massenpartei SPD. Die Rede wurde im Jahre 1893 im Reichstag auf eine ironische Anfrage des Zentrumsabgeordneten Bachem gehalten. Dieser hatte gefragt, wer denn eigentlich die Autorität in der Sozialdemokratie darstelle, Bebel, Liebknecht, Singer oder wer sonst. August Bebel antwortete als einer der beiden Vorsitzenden:

Sehen Sie, meine Herren, das ist eben der große Vorzug, daß wir keine Autoritäten besitzen. Wenn bei uns eine Autorität besteht, dann ist das die selbsterworbene Autorität einzelner Personen, das ist die Autorität, die der einzelne sich erwirbt durch seine Tätigkeit, durch seine Fähigkeiten, durch seine Opferwilligkeit, durch seine Hingabe für die Sache.

Keine andere gibt es; eine künstliche, eine gemachte Autorität kennen wir nicht. Und die Parteigenossen, die einen Mann vor sich zu haben glauben, der ihre Interessen voll und ganz vertritt, übertragen ihm ganz selbstverständlich die Vertrauensstellungen, die sie zu vergeben haben, und nur insofern kommt er in eine gewisse autoritative Stellung. Aber wie wenig diese autoritative Stellung von Bedeutung ist, sehen Sie auf jedem unserer Parteitage. Muß nicht dort Liebknecht, muß nicht ich, muß nicht jeder unter uns sich gefallen lassen, von dem letzten unserer Parteigenossen, wenn ich diese Unterscheidung einmal machen darf, in einer Weise vorgenommen zu werden, wenn er Dinge gemacht hat, die dem einen oder dem anderen nicht behagen, wie das in keiner anderen Partei jemals vorkommt ?

Und wir, meine Herren, empfinden das nicht einmal unangenehm, wir finden es vielmehr ganz in Ordnung und natürlich, daß der einzelne Genosse von seinem Rechte, seine abweichende Meinung uns gegenüber geltend zu machen, umfassend Gebrauch macht und seine Anschauungen uns gegenüber vertritt. Also die geschaffenen und künstlich erhaltenen Autoritäten bekämpfen wir; und zwar mit Recht.

Wir sind gegen alle Autoritäten, gegen die himmlischen, wie gegen die irdischen, die Sie uns gegenüberstellen, und mit denen Sie bisher die Massen am Laufseile geführt haben und noch zu führen versuchen. Das ist der ungeheure Gegensatz, in dem wir uns zu Ihnen befinden.

Und wenn Sie im Gegensatz zu der mangelnden Autorität, die Sie bei uns sehen, von "sozialdemokratischer Tyrannei" sprechen, so ist das auch wieder eine von den Behauptungen, für die Sie keine Beweise haben. Auf der einen Seite Mangel an Autorität und auf der anderen ärgste Tyrannei. Welcher Widerspruch ! Wer übt denn eigentlich diese Tyrannei aus ? Wir wahrhaftig nicht; wir sollten es uns beikommen lassen, irgendeinem Genossen gegenüber eine Tyrannei auszuüben - Wir kämen schön an ! Da sind die klar ausgesprochenen Programmsätze und die klar ausgesprochenen Organisationsbestimmungen, nach denen wir uns wie jeder unter uns zu richten haben. Und wer im Widerspruch mit diesen dem einzelnen gegenüber auftreten und ihm etwas zumuten wollte, wozu er kein Recht hat, dem ginge es schlecht.

In keiner Partei wird gegen tyrannische Bestrebungen in so energischer Weise aufgetreten als in der sozialdemokratischen, die in ihrem ganzen Wesen und ihrer inneren Natur nach eine durchaus demokratische Partei ist und auch sein muß, wenn sie zu ihren Zielen kommen will. Wir stehen dazu im Gegensatz zu allen alten Parteien, von denen keine einzige eine wirklich demokratische Partei ist ...


Unterstützung des Kampfes der Textilarbeiter durch die SPD

Der Kampf der verbotenen SPD gegen das Bismarcksche Sozialistengesetz und um die Rechte freier Gewerkschaften waren in historischer Zeit zwei Seiten derselben Medailie. Die Ursache lag, neben analogen Interessen, im Kampf Bismarcks gegen die SPD wie die Gewerkschaften. Oft wurden SPD und Gewerkschaft von den gleiche Personen geführt.

Die, wenigstens dem Grunde nach, gleichen politischen Rechte für Besitzende wie Arbeiter oder der heutige Lebensstandart breiter Schichten wären ohne den entbehrungsreichen Kampf der einfachen Arbeiter undenkbar. Wir sind den Vorvätern dankbar und durch deren heroischen Kampf zu eigenen Anstrengungen aufgerufen.

Stets drohte nach Unternehmerphilosophie durch höhere Standarts (kürzere Arbeitszeiten, höheren Lohn, verbesserten Unfallschutz, ...) der Zusammenbruch des ganzen Gemeinwesens. Natürlich nur durch verbesserte Standarts für die arbeitenden Menschen, und sei es der uns heute zurecht als undenkbar lang erscheinende Zehnstundenarbeitstag. Selbst kann den Unternehmern jedoch die Villa kaum groß genug, die Reise nicht teuer genug sein.

Schlagen wir die Zeitung auf, regelmäßig wird den Gewerkschaften Lohnzurückhaltung abverlangt. Regelmäßig gibt es "gerade jetzt" Anlaß zur Bescheidenheit gerade der hiesigen Arbeiter. Es wird gefragt, wo "diese ständigen Steigerungen" noch hinführen sollen.

Aber mitunter, als habe man sich verplaudert, liest man so nebenbei (um den 21.12.01) vom durchschnittlichen Haushaltseinkommen vom 60.700 DM.

Hier die Aufteilung:

letzterer mithin 32,6 % vom Selbständigenhaushalt.

Die richtige Frage war 1903 und ist heute die nach diesem Verhältnis.

Dabei gelten auch Staubsaugervertreter und, jedenfalls hätte man dies gern, Regaleinräumer als selbständig. Diese drücken das Niveau der Gruppe "Selbständigenhaushalt", verschleiern so die tatsächliche Differenz.

Selbstverständlich muß eine Differenz bestehen, die Menschen anregen, "etwas zu unternehmen". An den Folgen übertriebener Gleichmacherei haben wir gerade momentan zu knaubeln. Die Differenz darf jedoch nicht unmenschlich werden.

Nur durch den Kostendruck der höheren Standarts können die Unternehmer zur Rationalisierung der Produktionsprozesse mittels ständig weiter zu entwickelnder Technik gezwungen werden. Ohne diesen liegen sie in der Hängematte, gibt es keinen Fortschritt. Wie oben gesehen, werden sie dafür überdurchschnittlich bezahlt.

Und: Der Arbeiter steht an seiner Maschine. Seine Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt, er kann nicht weg und ihm fehlen die finanziellen Mittel. Sein Beitrag zum Fortschritt ist nur mittelbar, erschöpft sich in der Durchsetzung höherer Standarts. Es ist geradezu seine Pflicht, für diese zu kämpfen.


Was wäre in Crimmitschau im Interesse des Arbeitsmannes in den letzten zehn Jahren zu tun gewesen, was ist nun schnellstens anzugehen ?

Durch die fehlenden Arbeitsplätze in jedem Bereich fehlte der Druck auf bestehende Betriebe, rationell zu arbeiten, die Produktion zu modernisieren und zu rationalisieren. Die hiesigen Unternehmer konnten absolute Mindestlöhne zahlen, eine Art "Hängematte" pflegen. Nun müssen endlich mehr Arbeitsplätze her. Nur so werden schließlich auch die bestehenden Betriebe über auch dort zu zahlende höhere Löhne zu Inovationen gezwungen, für den internationalen Wettbewerb fit gemacht. Bereits zu viel Zeit wurde umsonst vertan.



Links zu benachbarten Ortsvereinen, wichtigen Stellungnahmen usw.

Ortsverein Zwickau-Eckersbach/Auerbach hier

Offenen Brief des Stadtverbandes Zwickau vom 9.4.03 an Bundeskanzler Gerhard Schröder zur "Agenda 2010": ansehen !



Bericht eines Zeitzeugen

Für den 27.2.02 war vom SPD-Ortsverein Crimmitschau=Neukirchen in die Gartenkantine West eingeladen worden. Auch das örtliche Blatt hatte auf die Veranstaltung hingewiesen. Thema sollte die Arbeit und vor allem die Zukunft des hiesigen Julius-Motteler-Gymnasiums sein.

Erschienen war von der Stadtverwaltung niemand. Es blieb unklar, ob für die Verantwortungsträger das Weiterbestehen des selbständigen Gymnasiums schon abgeschrieben oder bereits gesichert ist.

Vom im weiteren Verlauf teilweise belobigten Förderverein gab sich gleichfalls kein Vertreter als solcher zu erkennen. So blieb offen: Gilt die Maxime des Vorsitzenden für den ganzen Verein: Nicht anwesend, so es tatsächlich einmal darauf angekommen wäre ? Andererseits: Es handelte sich auch "nur" um eine Veranstaltung des SPD-OV.

Der Direktor, Herr Leistner aus Zwickau, hatte jedenfalls einige Zeit von einer gleichzeitig stattfindenden Familienfeier geopfert, war erschienen. Dies wurde vom Versammlungsleiter Claus Favreau ausführlich gewürdigt und umfangreich bedankt.

Zunächst wurde einer Weisung des damaligen Rates des Kreises Werdau vom Sommer 1982 zur Schließung der damaligen Erweiterten Oberschule in Crimmitschau (EOS) als geschichtliche Mahnung gedacht.

Alsdann erläuterte Direktor Leistner den Weg von der Bildungsempfehlung bis zum Abitur. Insonderheit bestünden in den Klassen 5 und 6 ("Orientierungsstufe") gleiche Lehrpläne wie in den Mittelschulen. So sei insbesondere hier, aber auch späterhin, noch ein Umstieg auf das Gymnasium möglich. In Crimmitschau könne zwischen zwei Profilen gewählt werden. Der Direktor erläuterte den Unterschied zu besonderen, "§ 4" Gymnasien, welche ein zusätzliches Profil aufwiesen, etwa ein musikalisches oder sportliches. In diese Kategorie vorzustoßen sei nicht gelungen (das Stichwort Eishokey wurde genannt, etwas anderes war wohl nicht versucht worden).

Vorteilhaft fand der Direktor die räumliche Trennung der Klassen 5-8 und 9-12. So kämen sich beide Stufen nicht ins Gehege, müßten sich die kleinen nicht die Unarten der großen Klassen ansehen. Die Entfernung beider Häuser sei nur ein Problem der Lehrer, denen man diese aber schon zumuten könne.

Beide Häuser zeichneten sich durch ein parkähnliches Umfeld aus, es bestünden zwei Sportplätze, für die kleineren gäbe es eine eigene Turnhalle, die größeren gingen nebenan ins Haus des Sportes. Der Landkreis sei nunmehr zur Schulnetzplanung berufen worden. Problem sei der dramatische Rückgang der Schülerzahlen. Nach 7-8 Jahren würden diese jedoch wieder zunehmen.

Nach dem Willen der (gegenwärtigen) Staatsregierung müsse ein "normales" Gymnasium geschlossen werden, wenn es zwei Jahre hintereinander nicht dreizügig belegt sei.

Dreizügig bedeute: In der Klasse 5 müssen drei Parallelklassen gebildet werden können. Der "Klassenteiler" in Crimmitschau sei 29, man brauche also in jedem Jahr möglichst 57 Fünftkläßler (28 x 2 = 56, sobald der 57. Schüler auftaucht, wäre die 28 für eine Klasse überschritten, eine dritte Klasse zu bilden). Der Bericht eines örtlichen Blattes, sechs Arbeitstage nach der Versammlung abgedruckt, errechnet eine falsche Mindestanzahl.

Für den Ernstfall einer Entscheidung zwischen den Gymnasien in Werdau und Crimmitschau sprächen mehr Räume (die Schüler beider zu fassen) für Crimmitschau, WEBALU usw. für Werdau. Den Versuch, eigene Schülerzahlen durch Abwerbung von benachbarten Schulen zu steigern, fand der Direktor mit einem örtlichen Blatt, ganz Sportsmann, als "unter der Gürtellinie". Einen besonderen Einsatz der jeweiligen Lehrerschaft für "ihr" Gymnasium, in der anschließenden, Debatte angemahnt, hielt Herr Leistner nicht für wahrscheinlich. Die Lehrer seien beim Freistaat angestellt, eher neutral (Frage: Sind Direktoren auch Lehrer ?). Der Direktor verwies auf die weitere Möglichkeit, in Werdau das Abitur am beruflichen Gymnasium zu erwerben. Soll wohl heißen, man könnte dort leichter verzichten oder die dortigen Einrichtungen, drei Parallelklassen zu bekommen, zusammenrechnen.

In Kirchberg bestünde ein "besonderes" Profil, jedoch kein "§ 4 Gymnasium". Der Unterschied und warum nicht so in Crimmitschau ist dem Berichterstatter nicht klar geworden (den Kirchberger Status erreicht zu haben, könnte dem hiesigen Gymnasium jedoch wohl nicht schaden).

Sein Haus zeichne sich durch eine "familiäre" Atmosphäre (wodurch ist diese speziell gekennzeichnet, die Gebräuche in den Familien sind verschieden, ist etwa ein gemeinsamer Badetag typisch ?! Es wird wohl eher nicht so sein. Von Eltern wurde dem Berichterstatter diese Einschätzung durch Gymnasiasten jedenfalls noch nicht berichtet, bezeichnet selbige lediglich das Verhältnis der Lehrer untereinander und wäre dies der Ausbildung förderlich ?) aus. Es gäbe gute Arbeitsgemeinschaften. Herausragende Zertifikate in Englisch und Französisch könnten erworben werden. Ab September auch in Russisch.

Herr Direktor Leistner charakterisierte die (Schulschließungs-)Politik der Staatsregierung angesichts in 7-8 Jahren wieder zunehmender Schülerzahlen als kurzsichtig, schlug vor, sich bis dahin mit einer Zweizügigkeit zu begnügen.

Anschließend war das Plenum gefragt. Angesprochen wurde von einer Stadträtin die Qualität der Ausbildung. Als Beispiel diente die überragende Stellung der Universität Chemnitz. Kann von solch überagender Qualität wohl in Crimmitschau die Rede sein, warum ist das nicht so ? Ein Kreisrat malte wegen einer seiner Meinung nach überwiegenden Zahl aus Werdau stammender Kreisräte schwarz. Diese könnten im Zweifel eine Entscheidung zulasten des Crimmitschauer Gymnasiums bewirken. Der Berichterstatter beteiligte sich mit einer Kritik am fehlenden Versuch einer Internatsunterbringung (vgl. Waldenburg, Europaschule), am Niedergang der Stadt seit 1992 insgesamt. Er wies auf den bereits vorhandenen (nutzbaren) Busverkehr aus dem Kreisgebiet zur ehemaligen Pestalozzischule in Crimmitschau hin. Über allem stand auch für ihn die Erhaltung beider Gymnasien als selbständige Institute. Die fast allgemeine Anerkennung der Existenzberechtigung der Gymnasien in Werdau wie in Crimmitschau, hob sich wohltuend von einer aus einer örtlichen Zeitung bekanntgewordenen Stellungnahmen des Ortsverbandes Werdau einer anderen Partei ab. Dort wurde mit den Argument "Kreisstadt" (meint wohl den Sitz der Landkreisverwaltung) als Argument operiert. Gerade für diesen Sitz war seinerzeit auch von Crimmitschauer Seite eingetreten worden, dortige "Strukturnachteile" auszugleichen. Danke !

FAZIT:

Wenn es stimmt, daß ein Gymnasium wichtig für Ansiedlungen von Unternehmen, für das Ansehen einer Stadt, mithin ein Standortfaktor ersten Ranges ist, so erscheint das Verhalten der Landesregierung doch zumindest merkwürdig.

Wer bislang annahm, die Landesentwicklung werde von Dresden zielgerichtet beeinflußt, bekommt nun möglicherweise ein "Windhundrennen" um Mehrheiten in den Kreistagen, etwas völlig entgegengesetztes, geboten.

Wird das Ergebnis mit dem Landesentwicklungsplan übereinstimmen ?

Wenn ja, warum dann dieses Rennen ?

Wenn nein, können wir uns von diesem abweichende Entscheidungen leisten ?

Weiter: Wieso haben wir in Sachsen Geld zur Förderung von massig Spaßbädern, überwiegend leeren Autosilos, unnötigen Abwasseranlagen, ..., nicht für die Zukunft der Gesellschaft ?

Wenn die Straßenanbindungen tatsächlich die zur Begründung ihres Ausbaues angegebene Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung haben, hat Crimmitschau die glänzendste Zukunft vor sich. Eine mächtigere Verkehrsader als die A 4 ist kaum denkbar. Dann müßte der Kreistag diese Perspektive Crimmitschaus für die eigene Kreisentwicklung unterstützen, zuminest die weitere selbständige Existenz des hiesigen Gymnasiums sichern.

Wie verhält es sich mit der vorgetragenen "Überzahl" Werdauer Kreisräte ? Wie ging das bei der Einteilung des Wahlgebietes in Wahlbezirke ?

Jedenfalls teilen sich im LK ZL etwa 2319 Einwohner einen Kreisrat. Und bereits Werdau ist mit 2399 Einwohnern pro Kreisrat "unterrepräsentiert", ganz zu schweigen von Crimmitschau mit einem entsandten Kreisrat pro 2655 Einwohnern.

Vielleicht steigt ja eingedenk vorstehenden Ergebnisses die Wahlbeteiligung im Pleissental nächstens an. Und damit die Stimmenzahl hiesiger Kandidaten.

Die 26 Abgeordneten aus dem Altkreis Werdau könnten jedoch im Zweifel gegenüber den 32 Abgeordneten aus dem Altkreis Zwickau in keiner Hinsicht etwas ausrichten.

So die 32 Kreisräte, von mir bezweifelt, bei einem entweder-oder tatsächlich ausschließlich zugunsten des Bestandes "ihrer" Gymnasien abstimmten, hätte Werdau kaum Chancen. Im Sinne der Auslastung der Gymnasien in Wilkau-Haßlau und Kirchberg, würden diese zugunsten Crimmitschaus stimmen. Während nämlich Werdauer Schüler etwa bereits das Gymnasium in Kirchberg (vgl. Schuljahresbericht 1999/2000) besuchen, dessen Auslastung sichern helfen, ist dies von Crimmitschauer Schülern aus geographischen Gründen nicht zu erwarten. Die 32 Kreisräte würden eher Werdau schließen und auf wenigstens einige Schüler von dort hoffen.

Bei allen geographischen Chancen für den Standort Crimmitschau ist doch die Frage nach dem Weitblick der in der Stadt Verantwortlichen aufzuwerfen:

-was wurde für günstige und preiswerte Busverbindungen unternommen ?

-warum wurde der größte Bevölkerungsrückgang im Landkreis zugelassen, soll dies so bleiben ?

-wieso waren Millionenbeträge zur Förderung des Parkhauses, rote Steine vor SP u. DB vorhanden ?

-warum wurden keine Unterkünfte für auswärtige Schüler angeboten ?

-ist der gemeinsame Transport mit Schülern der ehem. Pestalozzischule angeregt worden ?

-warum ein zusätzliches Eurogymnasium in Penig, wer schlief in Crimmitschau ?

Welche Beiträge leisteten die Stadträte. Wie kann der wohl körperlich längste Stadtrat seine Partei dazu bringen, gegen jeden Hausbau in jeder Ortschaft zu stimmen ? Würden darin nicht auch potentielle Schüler des Gymnasiums Crimmitschau wohnen ? In Werdau ist dies anders, ständig ist man etwa in Langenhessen mit der Errichtung von Eigenheimen beschäftigt.

Wenn die gegenwärtige Landesregierung nicht einmal in der Lage ist, einen kurzfristigen Schülerzahlenrückgang in Sachsen von langfristigen Entwicklungen zu unterscheiden, was sollte das Volk veranlassen, für deren Fortbestand nach den nächsten Wahlen zu stimmen ? An Vorschlägen, die Situation zu meistern, mangelt es jedenfalls nicht. siehe auch Der "Kredit" des sächsischen Volkes für die Regierungspolitik könnte schnell aufgebraucht sein. So Werdau wie Crimmitschau als für die künftige Landesentwicklung uninteressant eingeschätzt werden, sollte man uns dies zumindest wissen lassen.

Falls dies hinsichtlich Crimmitschaus lediglich auf eine nicht ernst genommene bisherige Stadtspitze gegründet sein sollte (die "Anbindungen" sind glänzend) sollte man Crimmitschau in Dresden nicht abschreiben. Der Fehler hinsichtlich der Spitze wird wohl alsbald erkannt werden, kann objektiven wirtschaftlichen Chancen nicht ewig im Wege stehen.



Der heutige Ortsverein Crimmitschau der SPD ist älter als die Partei. Er geht auf den am 1.9.1863 durch Julius Motteler gegründeten Arbeiterfortbildungsverein zurück. Die Gründung erfolgte nach einem Aufruf der Vereine "Concordia" und "Arbeiter- und Spinnerverein" Crimmitschau, sowie des Vereines "Freundschaft" aus Frankenhausen.

Der Verein wirkte anfangs noch im Sinne von Schulze-Delitzsch. Julius Motteler wurde wegen seiner besonderen Verdienste um den Verein bereits um die Jahreswende 1863/64 zu Ehrenmitglied ernannt.

Der Arbeiterfortbildungsverein Crimmitschau war Mitglied im Verband deutscher Arbeitervereine. Am 19.8.1866 war dieser in Chemnitz an der Gründung der Sächsischen Volkspartei beteiligt, bildete fortan dessen Ortsverein. Die meisten Mitglieder der Sächsischen Volkspartei traten mit dieser 1869 in die SDAP ("Eisennacher") über. Die Vereinigung von ADAV (Lassalleanern) und Eisenachern erfolgte 1875 in Gotha zur SAPD, die Partei nahm nach dem Fall des Bismarckschen "Sozialistengesetzes" und seines Schöpfers auf dem Parteitag in Halle 1890 den Namen SPD an.